Alle Ampeln stehen auf Grün für SBB Green Class.

Aus über 2000 Bewerbungen für das vielversprechende Projekt «SBB Green Class» haben die Studienleiter insgesamt 150 Personen ausgewählt. Diese repräsentieren die verschiedenenen Landesteile, Berufsgruppen, urbane oder ländliche Gegenden, und unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse. Die Organisatoren waren positiv überrascht vom regen Interesse, das sicherlich nicht zuletzt auf die breite Berichterstattung in den Medien zurückzuführen ist.

Aus der deutschsprachigen Testgruppe sind am 1. Dezember rund 30 Pioniere und Pionierinnen ins SBB Hauptgebäude in Zürich Altstetten eingeladen. Am Willkommensdesk höre ich mehrheitlich Zürcher Dialekte, aber auch thurgauische und St. Gallische Töne sind darunter.

Die Einleitung im Plenum beginnt mit einer Wolke aus Schlagwörtern: Was bedeutet für die Studienteilnehmer der Begriff «Mobilität»? Von «flexibel» über «Kombination» bis zu «Elektromobilität» erscheinen einige zukunftsweisende Voten, die das Projekt abzudecken versuchen.

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Der Projektleiter seitens SBB, Fabian Scherer, holt kurz aus und beschreibt SBB Green Class im grösseren Zusammenhang. Es handle sich um ein Pilotprojekt, und die Teilnehmenden könnten mit ihrem Verhalten die öV-Angebote der Zukunft mitgestalten. Florian Wieser ist von der Kommunikationsagentur, die das Projekt begleitet. Neben regelmässigen Updates im SBB Blog «Stories» wird es für die Teilnehmenden ein Forum geben, wo sie Fragen stellen oder Tipps austauschen können.

Spannende Gespräche beim Apéro.

Nachdem alle logistischen Themen besprochen sind, findet im SBB Bistro ein Apéro statt. In dieser ungezwungenen Atmosphäre können sich die Teilehmenden kennenlernen, vernetzen und ihre Erwartungen austauschen.

An einer Tischmesse kann sich die Gruppe mit allen nötigen Informationen eindecken. Vertreterinnen und Vertreter der Schweizerischen Bundesbahnen, von Mobility und BMW beantworten Fragen zum Projekt und zur eigens programmierten App, die das Mobilitätsverhalten ermitteln wird. Auch werden die Teilnehmenden mit allen nötigen Tools ausgestattet: Mit einem Swiss Pass, einem Abo für Mobility und PubliBike, sowie einer Ladestation für das BMW i3 Elektroauto.

Nicht zuletzt ist im Angebot ein Parkplatz an einer beliebigen «P+Rail»-Station inbegriffen. Auf einer Karte ermittelt der zuständige Vertreter mit jeder Person den idealen Parkplatz.

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Ich habe an diesem Abend die Möglichkeit, mit den verschiedensten Leuten zu sprechen. Die Motivationen zur Bewerbung sind so unterschiedlich wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Aber allesamt schätzt sich die Gruppe glücklich, zu den Teilnehmern zu gehören.

Eine Pionierin aus einem Winterthurer Vorort wollte schon immer auf ein BMW i3-Elektroauto umsteigen. Sie ist Pendlerin und plant, das Fahrzeug am P+Rail in Winterthur zu parkieren, auf den Zug umzusteigen und im Erstklassabteil nach Zürich zu fahren. «Die Flexibilität, jederzeit von Strasse auf Schiene umsteigen zu können, finde ich genial. Ich bin ein Fan von BMW und freue mich ganz besonders auf das Fahrerlebnis im i3.»

Ein Herr rechnet mir vor, dass seine durchschnittlichen Auslagen für Mobilität über vier Jahre bei 1700 Franken im Monat lägen. Dieser Betrag beinhaltet die Amortisation und die Nutzung eines Fahrzeugs, sowie ein öV-Abo. «Mit dem Angebot von SBB Green Class fahre ich deutlich billiger. Für rund 1000 Franken pro Monat bekomme ich unlimitierte Mobilität auf Strasse und Schiene.»

Und da wäre noch die selbsternannte «Thurgauerfraktion»: Christoph, Patrick und Michael. Beim Unterzeichnen des Leasingvertrags haben sie herausgefunden, dass sämtliche Elektroautos mit ZH-Schildern ausgeliefert werden. Sie nehmen es locker, fragen sich aber trotzdem, wie das wohl daheim im Thurgau ankommen wird…

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Und gegen den Schluss tausche ich mich noch mit Dominik aus. Er möge es, wenn alles aus einer Hand komme. Wenn ein Dienstleister mehrere Abonnemente vereine, wie das beispielsweise die SBB mit dem Swiss Pass regelt. In dem Sinne sei das Angebot von SBB Green Class wie auf ihn zugeschnitten: «Ich habe mich von der Idee, unbegrenzte Mobilität aus einer Hand zu bekommen, sofort angesprochen gefühlt.»

Er freut sich auch bereits auf die Zugfahrten in der 1. Klasse, ein Erlebnis, für das er auch gerne einen Aufpreis bezahlt. Dominik erklärt: «Bequemlichkeit, genügend Platz und Ruhe sind mir wichtig, wenn ich unterwegs bin.» Als Pionier von SBB Green Class wird er ab dem 1. Januar 2017 in den Genuss kommen, das Dienstleistungspaket gründlich zu testen.

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Die SBB in Kollaboration mit BMW lässt 100 ausgewählte Mobilitäts-Pioniere das Mobilitäts-Kombiangebot «SBB Green Class» ein Jahr lang testen: Vollelektrischer BMW i3 mit 1.-Klass-GA, Mobility Carsharing und Publibike auf dem SwissPass. Jetzt mehr über das Projekt erfahren.

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