Fahrplanwechsel 2015: Alles neu macht der Dezember.

Lieber Doktor Bahnsinn
Ich habe gehört, der Fahrplanwechsel soll dieses Jahr anspruchsvoll sein. Was ändert sich denn genau?

Liebe Grüsse
Barbara

 

Liebe Barbara

Am 13. Dezember ist Fahrplanwechsel. Dieses Jahr kommt einiges zusammen: Neu fahren nun auch Züge des Fernverkehrs durch die Durchmesserlinie. Richtung Westen flitzen sie dann auf den neuen Brücken, zuerst über die Kohlendreieck- und dann über die Letzigrabenbrücke. Letztere ist übrigens die längste Eisenbahnbrücke der Schweiz. Der Zug aus Bern fährt ausserdem unterirdisch im Bahnhof Löwenstrasse ein und nicht mehr in der Haupthalle. In Zürich sind die Bauarbeiten fast abgeschlossen, Ende 2016 ist dann auch der Bahnhof Oerlikon fertig. Anspruchsvoll ist der Fahrplanwechsel auch wegen vieler Unterhaltsarbeiten und Ausbauprojekten (z.B. Eppenbergtunnel/4-Spur-Ausbau).

Weiter gegen Westen gehen die Bauarbeiten jetzt richtig los: «Léman 2030» heisst das Riesenprojekt, welches in der Genferseeregion die Kapazitäten zwischen Lausanne und Genf vergrössert. Und das führt zu veränderten Linienführungen. Zum Beispiel müssen Reisende von Genf nach Basel nun in Biel umsteigen, wer von Lausanne her kommt, reist via Olten nach Basel. In Neuenburg arbeiten mit SBB, BLS und transN gleich der Eisenbahnunternehmen eng zusammen, weil der Fahrplan im Fernverkehr geändert wurde. Deshalb muss sich der Regionalverkehr anpassen. Die drei Unternehmen erfüllen mit dem angepassten Fahrplan den Wunsch der Kantone Neuenburg und Bern sowie des BAV: Im Halbstundentakt wird ab Neuenburg die Schweiz erschlossen, La Chaux-de-Fonds, Le Locle und das Val de Travers profitieren ebenfalls von zwei Verbindungen pro Stunde. Im Berner Jura werden auch neue Fahrzeiten eingeführt und im Kanton Waadt wird die RER Vaud bis Grandson verlängert und Linien neu geführt und nummeriert.

Damit sich unsere Reisenden gut an den neuen Fahrplan gewöhnen, werden in den ersten Tagen Schweiz weit rund 350 Kundenbetreuer an den Bahnhöfen im Einsatz stehen. Zudem informieren wir mit Durchsagen, Flyern und an einigen Orten auch mit Infoständen. Und natürlich im Internet. Dort findest du auch eine interaktive Karte mit allen neuen Verbindungen.

Der neuen Fahrplan bringt viele Verbesserungen, zum Beispiel jede Stunde einen dritten, schnelleren Zug zwischen Zürich und St. Gallen ohne Halt zwischen Winterthur und St.Gallen. Zwischen Yverdon-les-Bains und Zürich fahren nun die ICN im Halbstundentakt. Ein neuer Regio-Express verbindet täglich fünf Mal die Agglomeration Kreuzlingen/Konstanz mit St. Gallen und dem Fürstenland: Fernverkehr und Thurbo realisieren zwischen Konstanz und Zürich neue Früh- und Spätverbindungen. Gewisse Verbindungen sind neu Züge des Fernverkehrs, gewisse Verbindungen von Thurbo (teilweise sogar pro Wochentag unterschiedlich). Zwischen Weinfelden und Zürich gibt es einen durchgehenden Halbstundentakt.

Der Fernverkehr zwischen Konstanz/Kreuzlingen und Zürich wird mit einer neuen Frühverbindung und zusätzlichen Spätverbindungen ausgebaut. Zwischen Weinfelden und Zürich entsteht dadurch ein durchgehender, lückenloser Halbstundentakt.

Im Regionalverkehr führen die SBB und der Zürcher Verkehrsverbund ZVV unter anderem die S19 zwischen Dietikon und Effretikon sowie die S21 zwischen Regensdorf und Zürich HB ein. Diverse weitere Linien werden verlängert oder neu verknüpft. Ausserdem werden die Fahrzeiten verschiedener Verbindungen angepasst. Damit sollen die Zuverlässigkeit und die Pünktlichkeit der Züge verbessert werden, damit die Fahrpläne und insbesondere die Anschlüsse auch in den Hauptverkehrszeiten besser eingehalten werden können.

Liebe Grüsse
Dr. Bahnsinn

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51 Kommentare zu “Fahrplanwechsel 2015: Alles neu macht der Dezember.

  1. Mich ärgert, dass der Text so sehr aus Zürcher Perspektive geschrieben ist, dass man es nicht einmal nötig findet, darauf hinzuweisen, dass die erstgenannten Änderungen den Bahnhof Zürich betreffen; das wird einfach als selbstverständlich angenommen. Die Schweiz besteht aber nicht nur aus ihrem Bauchnabel Zürich. Darum auch: Muss ich als Nichtzürcher wissen, wofür ZVV steht, oder wärs vielleicht möglich, dieses Kürzel für alle wie mich aufzulösen?

    1. Hallo Thomas, vielen Dank für das Feedback. Die Durchmesserlinie ist eine grosse – aber durchaus nicht die einzige Neuerung/Änderung im kommenden Fahrplanwechsel. Nach dem Beitrag habe ich noch ein paar Links ergänzt, die die schweizweiten Änderungen aufzeigen. Merci auch für den Hinweis wegen dem ZVV, sprich Zürcher Verkehrsverbund – im Text entsprechend ergänzt.

    2. Ich empfinde den Text nicht so sehr als „zürichlastig“ – obschon ich im Bieler Seeland zu Hause bin. Aber um die gestellte Frage zu beantworten, ZVV heisst Zürcher Verkehrsverbund.

  2. Spannend ist ja, dass einer der erwähnten Züge (xx.30 ab Zürich in Richtung Olten) seit sehr langer Zeit selten pünktlich in Olten ankommt. Die für viele wichtigen Anschlüsse in Olten werden so nicht gewährleistet und man muss bis zu 30 Minuten in Olten warten. Obwohl dies der SBB schon lange bekannt ist, wurde die Chance der grossen Änderungen nicht genutzt, um den Zug in Zürich etwas früher abfahren zu lassen. Ein weiteres Beispiel, dass die Kundenzufriedenheit nicht so wichtig gewertet wird.

      1. Nein, auf eine Antwort bin ich nicht gespannt, da sie aus den üblichen Ausreden und Erklärungen bestehen wird. Ich bin eher darauf gespannt, wann endlich mal etwas geht. Aber eben – es interessiert ja keinen, sonst wäre schon lange etwas geschehen.

    1. Hallo Livio, es tut mir leid, dass du deinen Anschluss in Olten nicht erreichst. Kannst du mir bitte angeben, mit welchem Zug (Uhrzeit) du von Zürich HB nach Olten reist und welchen Anschlusszug du in Olten nimmst?
      Damit kann ich den Anschluss im aktuellen und neuen Fahrplan bei den Spezialisten abklären lassen. Vielen Dank für die Angaben. Falls du sie nicht öffentlich posten möchtest, kannst du sie mir auch per E-Mail senden (socialmedia-p@sbb.ch / Betreff «Anschluss Olten»).

      1. Hallo Daniel

        Wie oben schon geschrieben handelt es sich um den Zug, der um xx.30 ab Zürich fährt und wieder in Olten hält (planmässig xx.00 und um xx.06 fahren sicher zwei Anschlusszüge).
        Diese Spezialisten wurden schon zigg Mal informiert (auf Facebook häufen sich die Reklamationen schon seit über einem Jahr). Ich weiss auch, dass eine Änderung nicht möglich war aufgrund der beschränkten Abfahrzeiträume. Aber jetzt passiert bei diesem Zug und in Zürich eine grössere Änderung und trotzdem geschieht nichts. Dies ist schon sehr tragisch und zeugt von einem kleinen Interesse an Kundenzufriedenheit.
        P.S: kleine Geschichte von heute, die sich ständig wiederholt: der Zug fährt pünktlich ab, wie es ja jetzt sein muss. Bremst aber vor Aarau aprupt ab und kommt mit 4′ Verspätung in Olten an. Ich bin noch jung und erwische dank zügigem Umsteigen den Anschluss. Aber was ist mit älteren Pendlern?

        1. Hallo Livio, danke für die Angaben. Mangels konkreter Zeitangaben beziehen sich meine folgenden Aussagen auf die Züge 2128 (17:30 ab Zürich) und 2130 (18:30 ab Zürich). Beide Züge weisen leider häufig Verspätungen auf. Gründe liegen im verwendeten Rollmaterial resp. im Anhängen von zusätzlichen Wagen in Zürich. Erschwerend kommen die Engpässe in der Hauptverkehrszeit ab Zürich sowie die eingeschränkte Trassenkapazität in Folge von Bauarbeiten zwischen Killwangen-Spreitenbach und Olten hinzu. In Olten konnte der Anschluss dadurch beispielsweise auf den Zug RE 3882 um 18:06 ab Olten in 93% der Fälle sichergestellt werden. Ab Fahrplanwechsel verkehren die beiden erwähnten Züge neu als Intercity-Neigezüge (mit neuen Zugsnr. 1528 / 1530), das Anhängen von zusätzlichen Wagen in Zürich HB fällt weg. Die anderen Einflussfaktoren (Engpass & Bauarbeiten) bleiben weiter bestehen. Die RE-Züge in Olten nach Bern haben eine Wartefrist von 1 Minute hinterlegt. Länger können sie jedoch nicht warten, da sonst weitere Züge und Anschlüsse betroffen wären. Ich hätte natürlich gerne eine bessere Nachricht überbracht. Ich hoffe zumindest, dass ich ein wenig die Hintergründe habe aufzeigen können.

          1. Vielen Dank für die Antwort. Ich konnte keine genaueren Zeitangaben machen, da es grundsätzlich jeden Zug um xx.30h betrifft. In der letzten Zeit hatte ich häufig mit dem 16.30h Zug Mühe.

            Trotzdem bleiben meine Fragen unbeantwortet. Gerne fasse ich nochmals zusammen:
            1. Das Problem besteht seit langem. Nun passiert eine grössere Fahrplanänderung in Zürich, auch der erwähnte Zug fährt eine neue Strecke. Es wäre also möglich gewesen, den Zug ab Zürich früher fahren zu lassen (er wartet immer mehrere Minuten auf dem Gleis).
            2. Der Zug fährt, so viel ich gesehen habe, neu durch den Durchgangsbahnhof. Das heisst, er muss nicht mehr gewendet werden und es werden wie du sagst keine Wagen angehängt. Das heisst wieder spart man Zeit und er könnte früher weiter fahren (jetzt blockiert er während mehreren Minuten das Gleis).
            3. Wie du sagst, wird auf der erwähnten Strecke gebaut. Das wäre wiederum einen Grund, den Fahrplan so anzupassen, dass die Verbindungen eher gewährleistet werden. Gerade dann, wenn ja so oder so Änderungen passieren!

            Aber ich merke, die SBB erklärt lieber als dass sie Probleme löst. Auch wenn das Problem schon lange besteht und viele Fahrgäste betrifft. Eigentlich könnte mir es egal sein, denn bald werde ich nicht mehr auf diese Verbindung angewiesen sein. Aber mir sind die vielen anderen Fahrgäste nicht egal. Ich beobachte mal, wie auf Facebook weitergepostet wird und werde dann vielleicht mal einen Kommentar posten, dass ihr schon lange darüber informiert seid, aber keine Lust auf eine Problemlösung habt.

  3. Hallo,
    Sehe ich das richtig. Mit dem neuen fahrplan gibt es auf der juralinie nur verschlechterungen?
    Ich fahre täglich, wie viele andere auch laufen, delemont, biel lausanne.
    Neu dauert das 30 minuten länger, weil in biel kein anschluss mehr ist. Es gibt zwar eine halbstündliche neue verbinung yverdon-neuchatel aber die geht nicht bis biel. Und so gibt es keine direkte verbindung jura nord/süd???? Das ist nicht euer ernst. In zh alle 5 minuten ein zug aber in der westschweiz dafür 30 min warten weil es keine anschlüsse mehr gibt?

    1. Hallo Anton

      Du hast recht: Reisende von Laufen nach Lausanne steigen neu in Biel/Bienne und Yverdon-les-Bains um, die Reisezeit verlängert sich um 12 Minuten von heute 1h54 auf 2h06. Die Verbindung mit Warten in Biel/Bienne wird zwar im Online-Fahrplan angezeigt, ist aber sicher weniger interessant. Für Reisende von Laufen nach Lausanne bedeutet der Fahrplanwechsel im Dezember leider tatsächlich eine Verschlechterung des Angebots, dessen sind wir uns bewusst.

      Liebe Grüsse
      Martina

      1. Hallo Martina,
        Danke vielmals für deine Antwort. Ich verstehe das grosse Ereignisse auch Veränderungen mit sich bringen. Im allgemeinen bin ich mit den Leistungen und dem Fahrplan sehr zu frieden. Wie gesagt fahre jeden Tag mehrere Stunden Zug! Wenn ich allerdings bedenke, wie viele Personen täglich zu unterschiedlichen Zeiten mit mir auf der Linie Basel Laufen Delemont Biel Lausanne/Genf zusammen unterwege sind, so kann ich mir nicht vorstellen das dies KEINE so wichtige Verbindung ist, das die SBB in der neuen Planung da eine Verschlechterung anstrebt?!? Warum gibt es keinen Kompromis? zB. 1 Verbinung wie ihr sie neu geplant habt ( so mit 3x umsteigen(inkl. dem erhöten Risiko die Anschlüsse zu verpassen und dann lange warten zu müssen) und längerer Fahrzeit und in der kommenden halben Stunde ein direkt zug den Jura entlang. So haben alle eine Verbesserung. So wäre zumindest 1 direkte linie auf dieser wichtigen Achse.

        Eine andere Verbinung welche subobtimal ist, ist der letzte Zug von Lausanne Richtung Basel. Dieser endet in Delemont. Seit Jahren Strande ich in Delemont und Fahre dann mit dem PW die Restliche Strecke. Es kam schon vor das ich Taxi spielte und andere Gestrandete mitgenommen habe. Mir ist bekannt, das Delemont und Basel nicht im Gleichen Netzwerk sind, daher Delemont für den Jura ein Endbahnhof darstellt, aber es wäre Vorteilhaft noch ein Regio anschluss zu haben welcher die Reisenden nach Basel bringt, damit auch diese Verbindung wie den ganzen Tag komplementiert ist!

        Gerne stehe ich auch für eine persönliche Diskusion zur Verfügung.
        Ich hoffe das die Fahrplan-planer ein öffenes Ohr für uns Fahrgäste haben. Danke.

        Gruss
        Anton

      2. Hab noch was Vergessen zu erwähnen: ist Basel Genf nicht auch ein „Flugzug“? Sehe sehr viele Reisende mit FlugGebäck. Ist es für diese in unserem Land Fremden, angenehm, wenn sie so viel Umsteigen müssen und das Risiko haben, bei Verspätungen die Anschlüsse und somit ihren Weiterflug zu verpassen?

        1. Hallo Anton

          Es freut uns, dass du grundsätzlich mit unseren Leistungen zufrieden bist. Wir nehmen die Bedürfnisse und Anregungen unserer Kundinnen und Kunden ernst. Schreib uns doch eine E-Mail an socialmedia-p@sbb.ch mit dem Betreff „Laufental“, dann können wir für dich ein Gespräch mit unseren Spezialisten organisieren.

          Liebe Grüsse
          Sarah

  4. Ich pendle jeden Tag von Basel nach Zürich-Flughafen. Bis jetzt hatte ich mit den Flugzug eine ganz gute Verbindung. Mit dem Fahrplanwechsel und der tollen Idee diese direkte Verbindung über den Zürcher Hauptbahnhof zu führen ist die Verbindung so schlecht, dass ich mir überlegen muss, ob ich das GA überhaupt noch verlängern soll. Mit dem Auto stehe ich zwar im Stau, kann aber meinen Arbeitsbeginn einhalten. Danke liebe SBB!

    1. Sehe das genau so wie Urs. Wo sind die Vorteile für jene die durch den Gubrist müssen und nicht in der Agglomeration Zürich Leben? Es gibt keine, ausser das es noch länger geht als der Bummelzug jetzt schon hat.

      Wo ist der Vorteil am Abend? Würde der Zug noch zur gleichen Zeit Abfahren am Flughafen wäre es für die wenigsten ein Problem. Neu fährt er früher und somit ist die aktuelle Verbindung nicht mehr gegeben.

      Die neue Verbindung am Abend via HB schafft nur noch mehr Dichtestress und für noch weniger Sitzplätze im Zug…

      Vorteile? Keine

      1. Lieber Marcel, lieber Urs

        Im Raum Zürich ändert aufgrund des Ausbaus der Zürcher S-Bahn fast jede Linienführung. Die heutige Linienführung des «Flugzugs» kann aufgrund dieser Angebotsverbesserung nicht mehr beibehalten werden, nur eine Führung über Zürich HB (DML) ist möglich. Dies führt einerseits zu mehr Verbindungen in die Stadt Zürich aus dem Fricktal und andererseits zu einer längeren Fahrzeit an den Flughafen.

        Liebe Grüsse
        Martina

  5. Also für mich ist die Umstellung eine Katastrophe. Ich komme von Andelfingen und muss nach Elgg.
    Bis jetzt hatte ich in Winterthur 3 Minuten zum Umsteigen. Neu fährt der Zug von Winterthur nach Elgg 5 Minuten früher. Tja dass wars. Ich habe keine gleitende Arbeitszeit. Um pünktlich bei der Arbeit zu sein, muss ich entweder sehr früh auf den Zug, oder mir wieder ein Auto kaufen. Herzlichen Dank.

  6. Hallo

    Mich würde interessieren, ob es auf der Strecke zwischen Wil und Winterthur (Linie S35) zu einem Rollmaterialwechsel kommt? Thurbo ist da zur Hauptverkehrszeit am Anschlag und das Suchen der freien 1. Klasse Abteile durch die unterschiedlich zusammengesetzten Kompositionen ein Glücksspiel.
    Zudem hatte ich im Tagesanzeiger (?) mal gelesen, dass die S12 zukünftig diese Strecke bedienen wird. Stimmt das und bedient diese dann alle Stationen? Ab wann?

    Danke und Gruss

  7. Auf der Strecke Zürich – Basel wird heute um 17:27 Uhr ein TGV und um 17:34 Uhr ein IC eingesetzt. Sehe ich das richtig, dass der TGV ersatzlos gestrichen wird und somit alle Pendler im IC Platz finden müssen?

    1. Hallo Jasmin. Wegen Bauarbeiten am Eppenbergtunnel (Vierspurausbau Olten-Aarau) verkehrt der TGV 9230 von Zürich HB nach Paris ab Fahrplanwechsel erst ab Basel SBB (ab 18.34 Uhr).
      Der InterCity um 17:34 ab Zürich HB nach Basel SBB verkehrt ab Fahrplanwechsel mit 3 Zusatzwagen (2 x 2. Klasse, 1 x 1. Klasse). Neu von Montag bis Freitag, bisher war dies nur am Sonntag der Fall.

    1. Hallo Nicole, ich nehme an, du meinst eine Strecke innerhalb der Schweiz. Online- und MobileTickets können in der Regel frühestens 30 Tage vor der Reise gekauft werden. Rückreise spätestens 10 Tage nach der Hinreise (sonst 2 einfache Billette lösen). Internationale Billette besitzen grundsätzlich eine längere Vorverkaufsfrist – meist 90 Tage bis vor der Zugsabfahrt.

  8. Ich habe mir mal meine neuen Verbindungen ab Hüntwangen-Wil -Zürich-Stadelhofen angeschaut. Es entsteht ein Plus von rund 8 Minuten Fahrtzeit für eine rund 25 km lange Strecke inkl Verschlechterung der Anzahl Züge am Morgen während den Stosszeiten die immer voll sind. Da Frage ich mich dann doch wo hier eine Verbesserung statt findet. Von Schaffhausen nach Zürich 45 km habe ich auf der gleiche Strecke weniger lang!!! Das nenne ich Bahnwahnsinn sowie jährliche Verteuerung der Ticketts für immer schlechtere Leistungen!!

    1. Von Zürich in Richtung Zürcher Unterland bringt der diesjährige Fahrplanwechsel im Zürcher Verkehrsverbund zahlreiche Veränderungen:

      • Direkter, ganztägiger Halbstundentakt nach Zürich für die Bahnhöfe Glattfelden–Rafz, also auch ab Hüntwangen-Wil mit der S9.
      • Das Wehntal ist neu ganztägig direkt und halbstündlich mit der S15 nach Zürich angebunden.
      • Zwischen Oberglatt und Zürich gibt es neu ganztägig einen Viertelstundentakt.
      • Zwischen Bülach und Zürich gibt es vier Züge in den Hauptverkehrszeiten, sonst ganztägig drei Verbindungen je Stunde (S-Bahn und Regioexpress).
      • Mehr und längere Züge mit mehr Sitzplätzen auf dem nachfragestarken Streckenabschnitt Bülach–Oberglatt–Zürich.
      • Die Züge verkehren pünktlicher dank ausgedehnten Fahrzeiten.
      • Zwischen Hüntwangen-Wil und Zürich Stadelhofen beträgt somit die Fahrzeit neu 43 statt 37 Minuten.
      • Die bisherigen Entlastungszüge entfallen auf dem Abschnitt Bülach–Rafz, da auf den übrigen Angeboten genügend Sitzplätze angeboten werden.
      1. Tja altes Rollmaterial und längere Fahrzeiten. Wir sind doch wieder im Zeitalter der schönen alten Bummlerzüge angekommen. Da gab es doch schon direkte Züge Schaffhausen – Zürich mit dem einzigen Unteschied nur einmal pro Stunde. Stellt doch mal die Fahrzeiten von 1995 denen von Fahrplanwechsel gegenüber dann sieht man wo die bessere Leistung geblieben ist!!!

      2. Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort! Leider sieht die Bahnrealität wie immer anders aus als auf dem schönen Planungstisch! S9 ist erst nach Abfahrtszeit in Hüntwangen-Wil heisst konkret Ab 06:21 anstatt 06:17 schon den zweiten Tag infolge wirklich effektiv da ja keine Störungen da sind. Dann das überaus neue Rollmaterial 1. Generation S-Bahn-Züge. Heute ist Dienstag in dem Wagon in dem ich Sitze sind alle Sitzgelegenheiten belegt ist an der Spitze dort hat es normalerweise immer Platz , möchte nicht wissen wie es in der Mitte aussieht!! Wir sind gerade in Glattfelden angekommen in meinem Wagon stehen die ersten Personen!! Ja ja genügend Sitzplätze für alle ach du wunderschönes Papier oder heute PC bist du doch geduldig mit meinen Planspielchen!!

  9. Ich war bis anhin mit den Verbindungen von Aarau nach Gerlafingen (via Solothurn) sehr zufrieden. Wenn ich es richtig deute, dann wird dem Flughafenzug XX:29 ab Aarau (z.B. 06:29) keinen vernünftigen Anschluss mehr geboten in Solothurn (an 6:56) in Richtung Biberist / Gerlafingen, sondern man darf 20 Minuten den Anschluss (07:16) abwarten, richtig? Da ich auf dem Rückweg dasselbe Spiel erwarten darf, verlängert sich mein Arbeitsweg um ~40 Minuten und mein 1. Kl GA ist am wackeln.

  10. Da bisher nur Verschlechterungen kommentiert wurden:

    Habt Ihr eine Statistik für wieviele Passagiere der neue Fahrplan eine Verbesserung darstellt und für wieviele eine Verschlechterung, oder ist das Netz so dicht befahren, dass auf Anschlüsse und Fahrgäste keine Rücksicht mehr genommen werden kann?

  11. Wenn ich hier allgemein die Kommentare so ansehe sind die Verbesserungen vor allem im Fernverkehr und der Nahverkehr in den Agglomerationen bleibt auf der Strecke?!? Bis auf ein paar wenige Ausnahmen.

  12. Liebe SBB und ZVV
    Der Fahrplanwechsel wird hier in goldigsten Blumen serviert – Tatsache ist aber danach haben wir unsere Haltestelle vom Bus in Winterthur nicht mehr. Das bewegt mich nun dazu, mein 1/2 nicht mehr zu verlängern, da sich dieses ja auch nicht mehr sinnvoll nutzen lässt. Dazu kommt die Suisse Card welche unbrauchbar ist (nicht meine Aussage.. sondern die der Kontrolleure).
    Die Preise liebe SBB sind mittlerweile so hoch dass durchaus diskutiert werden kann ob Autofahren wirklich so viel teurer ist. Und alles was früher selbstverständlich war kommt noch oben drauf auf den Preis… sei es die Toilette, Nachtzuschlag… etc…
    Also mein Tipp wäre vermehrt wieder Menschen einsetzen die zwar mehr studieren aber weniger studiert haben, also Praktiker. Das sind jene Menschen welche nicht nur planen sondern auch austesten ob eine Software, ein Konzept oder halt ein Fahrplan kundenfreundlich ist.
    Ausbau statt Abbau wäre auch ein Thema. Sparen egal was es kostet ist für mich momentan das beste Sprichwort für die SBB.
    Eine besinnliche Weihnachtszeit

  13. Überall wird bekannt gegeben die Ostschweiz profitiere von den Änderungen. Die Ostschweiz besteht nicht nur aus der Stadt St. Gallen. Im Fürstenland werden Ersatzzüge nach Zürich und Direktverbindungen nach Bern-Lausanne-Genf gestrichen. Ist das Fortschritt?

  14. Welche Verbesserungen gibt es ab Basel?
    Welche Verbesserungen gibt es zwischen Luzern und Bern (mit Halt in Schüpfheim)?

  15. Schade das man jetzt in Zürich umsteigen mus wenn man von Biel nach Konstanz fährt. Was ist der Grund. Danke für eine Antwort.

  16. Im Vergleich zu vielen anderen Problemen ist meine Sorge eher klein.

    Warum wurde der IC von St.Gallen nach Genf (mit Halt in Flawil, Uzwil,…) durch einen ICN?

    Komfortmässig (Familien mit Kinderwagen, Kinderabteil, Rollstühle) eine Einbusse.

    Mich würden die Hintergründe interessieren.

    1. Der Grund dafür ist die Führung des IC ohne Halt zwischen St. Gallen und Winterthur damit die Stadt St. Galler schneller in Zürich sind….

  17. Ich wohne in Wil/SG und das der IC dort nicht mehr hält ärgert mich masslos. Auch die Umstellung des IC auf den ICN ist ein No Go.
    Ich selbst habe das Glück über ein 1. Klasse GA zu verfügen und so habe ich wenigstens die Chance auf einen Sitzplatz in den ICN zur Minute 40 ab Wil.
    Für die Reisenden in der 2. Klasse ist diese Umstellung ein ganz massiver Leistungsabbau weil dort spätestens ab Wil NUR NOCH Stehplätze vorhanden sind.

    Die IR/EC zur Minute 08 ab Wil sind zur Hauptverkehrszeit ein „GAU“ für alle Reisenden weil die Kompositionen schlicht zu Kurz sind und in der 2. Klasse zudem Wagen RIC Bpm ohne Klimaanlage verwendet werden.

    Früher bestand ein „echter“ Halbstundentakt – heute ist das leider nur noch eine Alibiübung.

    Ich denke, dass da seitens der Kunden auf der Achse Gossau-Flawil-Uzwil-Wil-Winterthur-Zürich noch massive Kritik auf die SBB zukommen wird.

  18. Hallo zusammen. Habe mich zuvor schon mal wegen dem flughafenzug bsl zrh kloten gemeldet und keine andere antwort erwartet als erhalten…. Leistungsabbau für jene Leute, die sowieso schon lange unterwegs sind im verhältnis zu den anderen. Türe Türe sinds nun genau 1.5h weil fie Anschlüsse nicht mehr passen. Das ist sogar für hinter den Gubrist allerhöchstes Limit.

    Nun aber zum eigentlichen Text: Wie komnt es, das so altes Rollmaterial um 17.04 kloten ab und am Morgen ein „Liegewagen“ für den 06.04h Zug verwendet wird? Hats wirklich mehr Platz? Am 2. und 3. Tag nach der Umstellung sind die Leute bereits gestanden…

  19. Ich bin seit dem Fahrplanwechsel jetzt immer zu unterschiedlichen Zeiten auf dem Nachhauseweg, aber leider stehen die Leute am Abend regelmässig spätestens ab Oerlikon und die einzigen die auf dieser Strecke profitieren sind unsere Grenzgänger von Jestetten und Lottstetten sowie angrenzender Ortschaften die jetzt in Bülach nicht mehr umsteigen müssen. Daher ist für mich der Fahrplanwechsel 2016 ein Rückschritt und kein Fortschritt in die Zukunft. Daher liebe SBB nehmt doch das nächste Mal ein paar Praktiker und fragt diese bevor man verschlechtbessert.

  20. Als täglicher Pendler Hochfelden-Bülach-Zürich erlebe ich nun folgende Verschlechterungen:

    – Anstatt einen IR wie vorher (mit Fahrzeit 20 Min.) zwischen Zürich und Bülach haben wir nun nur noch die S-Bahn (mit 25 Min. Fahrzeit); noch vor wenigen Jahren hatte Bülach sogar einen ICE mit nur 17 Min. Fahrzeit (Stuttgart-Schaffhausen-Bülach-Zürich).

    – Die von der vormaligen S5 zur S9 mutierte Verbindung hat nun wieder die ältesten S-Bahn-Kompositionen (grösstenteils ohne Klimaanlage).

    – Die Zeitdauer der S-Bahn zwischen Zürich und Bülach hat sich seit dem Fahrplanwechsel verlängert.

    – Am Morgen hatte es vorher 4 morgendliche Entlastungszüge; nun sind es noch 3.

    Fazit:
    Seit ich von Bülach nach Zürich pendle (und umgekehrt), haben sich die Verbindungen nun stetig verschlechtert. Mir ist schleierhaft, wie die SBB (und der ZVV) hier jeweils ihre zweijährlichen Preiserhöhungen mit dem besseren Angebot erklären wollen.

  21. Für die Region Wil SG hat der Fahrplanwechsel nicht nur nichts gebracht. Die Neuen Verbindungen sind im besten Fall kaum langsamer doch in Zürich kommt man kaum mehr umsteigefrei weiter. Die zusätzlichen Gleise in Zürich machen es auch nicht einfacher und die Rückreise nach Wil wird zum grossen Ratespiel. Zu oft ist Wil auf den Monitoren nicht angezeigt – muss ich jetzt in die Tiefe der Gleise 32/33… oder ebenerdig Richtung München. Bestimmt erwische ich dann einen dieser alten BPM51 Wagen. Hier muss reingeklettert werden. Die Reise beginnt dann in einem Wagen, dessen Interieur ungemütlicher nicht sein könnte und zur fluchtartigen Suche nach einem dieser tatsächlich bequemen Einheitswagen IV führt.

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