Was passiert eigentlich mit der Gotthard-Bergstrecke?

Im Juni wurde der Gotthard-Basistunnel für den Güterverkehr feierlich eröffnet. Ab dem 11. Dezember fahren auch die Personenzüge durch den 57 Kilometer langen Tunnel. Die Reise von Nord nach Süd (und umgekehrt) verkürzt sich dadurch um 30 Minuten. Doch was passiert eigentlich mit der alten Bergstrecke?

Die SBB betreibt die historisch und touristisch attraktive Bergstrecke auch in Zukunft und leistet einen Beitrag zur Stärkung und Entwicklung des Tourismus in der Region St. Gotthard. Viele Freizeitangebote findest du unter sbb.ch/gotthard.

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Die Anzahl Verbindungen über die Bergstrecke (Gotthard-Panoramastrecke) wird aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen der Nachfrage angepasst. Wir gehen von rund 500 Reisenden pro Tag zwischen Göschenen und Airolo aus. Doch was bedeutet das für deine Reise in die Gotthard-Region?

Jede Stunde einen Zug in die Gotthard-Region.

Wir bieten weiterhin einen Stundentakt an: Zwischen Erstfeld und Bellinzona verkehren ab Ende 2016 stündlich RegioExpress-Züge, die teilweise bis Lugano und Mailand verlängert werden. Neben den heutigen InterRegio-Halteorten, hält der RegioExpress (RE) künftig auch in Ambrì-Piotta und Lavorgo. Die eingesetzten modernen FLIRT-Fahrzeuge mit Niederflureinstieg, Klimaanlage und grossen Fenstern sind ideal für den Ausflugsverkehr.

Die InterRegio-Züge ab Basel und Zürich fahren künftig bis Erstfeld. In Zeiten mit starker Nachfrage (am Wochenende im Sommer und Winter) werden einzelne InterRegio-Züge weiterhin bis Göschenen geführt. Von Ostern bis Ende Oktober wird zudem an Wochenenden morgens eine Direktverbindung von Zürich via Göschenen und Airolo bis Bellinzona und abends wieder zurück angeboten.

Gotthard Panorama Express.

Die Region St. Gotthard ist ein attraktives Reiseziel für Touristen aus aller Welt. Der «Gotthard Panorama Express» ist ein zusätzliches touristisches Angebot im Sommer mit Panoramawagen zwischen Flüelen und Lugano, kombiniert mit einer Dampfschiff-Fahrt über den Vierwaldstättersee ab Luzern. Unterwegs erlebst du Inszenierungen zu Sehenswürdigkeiten, zur Geschichte der Region und zum Mythos Gotthard.

Der Gotthard-Panorama-Express verkehrt ab Ostern (14. April 2017) bis Ende Oktober 2017, jeweils am Wochenende, von Juli bis Mitte September 2017 täglich.

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Schneller im Süden.

Ab 11. Dezember 2016 (Fahrplanwechsel 2016/2017) fahren die Züge fahrplanmässig durch den neuen Gotthard-Basistunnel (GBT). Rund vier Jahre später wird der Ceneri-Basistunnel (CBT) zwischen Bellinzona und Lugano in Betrieb genommen. Dadurch verkürzt sich die Reisedauer wesentlich. 2021 wird die Fahrt von Zürich nach Lugano noch rund 2 Stunden dauern, jene von Zürich nach Mailand rund 3 Stunden. Dies ist rund eine Stunde schneller als heute.

Aus der alpinen Gotthardlinie mit unzähligen technischen Ingenieurleistungen wie Brücken, Kehrtunnels und dem Gotthard-Scheiteltunnel aus dem Jahr 1882 (siehe auch Blogbeitrag «Eröffnung des Eisenbahntunnels durch den Gotthard») wird nun eine sogenannte Flachbahn. Die Personen- und Güterzüge werden im 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel mit bis zu 250 km/h unterwegs sein. Dies auf einer Strecke ohne enge Kurven und mit minimen Steigungen. Der höchste Punkt liegt auf 550 Meter über Meer, auf selber Höhe liegt die Stadt Bern.

Grafik Gotthard-Basistunnel (Flachbahn) und Bergstrecke inkl. Zubringerstrecken
Vergleich Gotthard-Basistunnel (Flachbahn) und Bergstrecke inkl. Zubringerstrecken

So oder so kannst du ab Dezember 2016 weiterhin die Gotthard-Bergstrecke geniessen und das legendäre «Chileli vo Wasse» drei Mal entdecken.


Titelbild: Peter Grossmann, CC BY-ND 2.0, https://flic.kr/p/aAzvAt 

Beitrag aktualisiert: 26.07.2016

11 Artikel

56 Kommentare zu “Was passiert eigentlich mit der Gotthard-Bergstrecke?

  1. Hallo Doktor Bahnsinn
    Was ich einen Riessigen Witz finde ist warum die SBB Geld Rausswerft für die dämlichen Lärmschutzwände an der Bergstrecke wie z.B. beim Depot Erstfeld und dan an der Bergstrecke wen ja die NEAT aufgeht? und was wird eigentlich mit der UNESCO Kulturerbe?

    Gruess Nicolas

    1. Hallo Nick
      Danke für deine Fragen:
      Lärmschutz: ist einerseits eine gesetzliche Pflicht (Infos vom Bundesamt für Verkehr (BAV), anderseits bleibt die Bergstrecke bestehen. Geplant ist auch, dass sie als Ausweichstrecke genutzt werden kann. In Erstfeld wird das Erhaltungs- und Interventionszentrum gebaut: http://www.sbb.ch/erstfeld. Im Ereignisfall rücken von dort aus Lösch- und Rettungszüge in den Basistunnel aus.
      UNESCO-Label: Das kann ich dir nicht beantworten, da hier noch viele Entscheide offen sind. Siehe z.B. Bericht des SRF.

      Gruss, Daniel

  2. Ein Witz, das Angebot für die Bergstrecke. Von wegen der FLIRT sei ideal für den Ausflugsverkehr! Das ist ein S-Bahn Fahrzeug mit unbequemen Sitzen und schlechter Laufruhe!
    Ich hoffe wirklich, die SOB bekommt den Zuschlag oder die SBB überdenkt ihr Angebotskonzept noch einmal… Bei der SOB würde zwar wahrscheinlich auch mit FLIRT gefahren, aber da ist wenigstens die Innenausstattung einigermassen Fernverkehrstauglich.
    Das Konzept der SBB gefällt mir auch deshalb nicht, weil in Erstfeld (sinnlos) umgestiegen werden muss. Warum bindet man nicht einfach wie bisher die IR von Zürich/Luzern her bis Bellinzona durch? Stattdessen nimmt man den IR bis Erstfeld, wo man auf die S-Bahn umsteigen muss. Gerade für Reisende nach Andermatt, welche in Göschenen sowieso noch ein weiteres Mal umsteigen müssen verliert die Bahn so viel an Attraktivität gegenüber dem Auto.
    Ich als Eisenbahnfan hoffe auch immer noch, dass vielleicht in Zukunft wieder in Wassen gehalten werden kann, zusammen mit dem Bus liesse sich so ein ungefährer Halbstundentakt Wassen-Göschenen realisieren. Vom Fahrplan her sollte sich das eigentlich realisieren lassen, wenn mit S-Bahn Fahrzeugen gefahren wird sowieso, das Problem wird wohl wie an so vielen Orten die Anpassung an das BehiG sein, welche wohl zu grosse Investitionen erfordern würde…

    1. Die FLIRT sind ideal für den Ausflugsverkehr, weil sie breite Türen, Niederflureinstieg und mehrere Mehrzweckabteile haben, in denen Velos, Ski, Gepäck bequem eingeladen und transportiert werden können. Ausserdem ist es NUR mit den FLIRT möglich in Göschenen das Gleis 1 zu benutzen (Die IR wären zu lang). Die Kunden zum Bus und zur MGB können in Göschenen damit perrongleich umsteigen! Das Umsteigen in Erstfeld erfolgt übrigens auch perrongleich.

  3. Ich würd da mal Sagen mit einer Re 4/4II und den EW II und Panoramawagen wäre es Schön die Landschaft geniessen als mit einem Ganz Geschlossenen Zug u würde auch dort die Historischenfahrzeuge Brauchen. So wie ich erfahren habe wird di Bergstrecke sowie so Erhalten als Not wen etwas passiert in der NEAT.

      1. Hallo Daniel,
        Danke für deine Antwort das finde ich gut das er Willhelm Tell Express beziehungsweise Pannorama Express heisst das dieser noch weiter Leben darf und auch auf der Bergstrecke.
        Grüss Nicolas

    1. Hallo Luigi, danke für deine Frage. Die Ceneri-Bergstrecke wird nach der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels (CBT) weiterhin durch die S10 bedient. Auch die Infrastruktur wird nicht rückgebaut, da die Strecke während einer Sperre des CBT oder bei Erhaltungsarbeiten im CBT als Umleitmöglichkeit genutzt wird. Gruss & gute Fahrt, Daniel

      1. warum wurde ein Teil der Gotthard Bergstrecke rückgebaut worden? beim
        Bahnhof Wassen eine Weiche und in Göschenen beim Depot und die Zufahrt zum Wasserkran?
        Das mit der Idee mit der Re 4/4″ und EW II mit Panno wäre keine Schlächte idee.

  4. Wurde denn eine durchgehende IC-Verbindung über die Bergstrecke geprüft? Ich denke bei einer durchgehenden Verbindung würden mehr Leute, welche nicht in Eile sind, sich für die Bergstrecke entscheiden. Ausserdem finde ich auch, für längere Fahrten sind die FLIRT-Kompositionen nicht geeignet.

    Das finde ich schön und hoffe, dass hier wirklich ein interessantes Angebot entsteht:
    „Die Interregio-Züge ab Basel nach Luzern und Zürich fahren künftig bis Erstfeld, saisonal am Wochenende für den Freizeitverkehr bis Göschenen.“

    In Zukunft fahren die Leute nicht mehr einfach so über die Bergstrecke, ohne attraktive Angebote werden auf der Strecke nicht genügend Leute unterwegs sein. Das wäre definitiv schade.

    1. Hallo Christian & Nicolas, danke für eure Fragen und das Interesse an der Gotthard-Bergstrecke. Eine durchgehende IR-Verbindung wurde geprüft. Angesichts der erwarteten Nachfrage ab Ende 2016 wird diese aber nicht umgesetzt werden. Prognosen gehen von rund 500 Personen pro Tag zwischen Göschenen und Airolo aus. Spitzen gibt es saisonal und am Wochenende, dann werden IR auch verlängert. Es gilt, eine Balance zu finden zwischen Attraktivität und Wirtschaftlichkeit. Die SBB wird die Region St. Gotthard touristisch vermarkten – erste Angebote sind online unter sbb.ch/gotthard.

  5. Warum kann man dan nicht die Interregio bis Locarno durch ziehen das zwischen durch von Luzern oder Zürich via Göschenen Nach Locano und die via Gotthardbassistunnel zurück über die Bergstrecke dan hat es beides und wird auch die Bergstrecke Benuzt.

  6. Hello Herr Schwarz !
    What’s about cargo traction on old Gotthard-Bergstrecke ? Is it true, that after opening new Gotthard Base Tunnel all cargo train will no ride on old Gotthard-Bergstrecke and we can’t TAKE PHOTO cargo TRAXX’es, EuroSprinters and new Vectron on Wassen curve anymore ?

    1. Hi Andrew, thank you for your question. The new Gotthard Base Tunnel was planned as a freight tunnel from the outset, as is clear from the usage concept. I.e. up to six train paths for freight services and two train paths for passenger services per hour in each direction (following the opening of the Ceneri Base Tunnel). For the time being, four (all) freight trains and up to two passenger trains will run per hour in each direction every day. You’ll find here more information about the new Gotthard Base Tunnel. Best wishes, Daniel

  7. Folgendes wäre richtig toll (Idee geklaut bei der BLS):
    Ein Interregio-Flügelzug. Startpunkte Zürich und Luzern. Dann kuppeln in Arth-Goldau. Gemeinsam weiter bis Bellinzona. Dann ein Ast nach Locarno und ein Ast nach Chiasso.
    Das könnte die ganzen Interregios auf diesen Strecken ersetzen. Kein Umsteigen. Und wirtschaftlich wäre es erst noch. Die Stadler 511-er wären dazu geeignet.

    1. Gute Idee!
      Aber sind nicht die Stadler 511-er zu hoch? Ich dachte, auf der Bergstrecke können keine doppelstöckigen Züge verkehren.

  8. Wieso ist im Fahrplanentwurf bei jedem Zug durch den NEAT-Tunnel Velo-Reservationspflicht? Sowohl im Simplon, wie auch am Gotthard ist die Velobeförderung sehr wichtig, da es abgesehen von der Berninabahn die einzigen alpenquerenden Verbindungen zwischen Brenner und dem Fréjus-Tunnel. Doch sind es genau diese beiden Strecken, auf denen das Angebot weit unter der Nachfrage liegt. Da bislang der IR nach Locarno die Aufgabe der Velobeförderung erfüllt hat, braucht es nach dessen Einstellung dringend ein ebenbürtiger Ersatz. Jahr für Jahr wird das Velofahren auf der Alpensüdseite attraktiver. Wieso macht die SBB bislang so wenig für einen besseren Velotransport von Nord nach Süd?

  9. Es wäre doch wirklich cool, analog dem „Löschberger“ eine stündliche Verbindung von Arth-Goldau bis Bellinzona, oder allenfalls Flüelen bis Bellinzona.

  10. Eine Frage zum Fahrplan mit dem neuen Basistunnel:

    Werden Züge welche die „Flachbahn“ benutzen auch in Biasca halten? Oder ist der erste Halt auf der Südrampe (von Norden kommend) Bellinzona?

      1. In diesem Entwurf sind aber deutlich weniger Verbindungen als heute ersichtlich. Vor allem Locarno scheint total abgeschnitten vom Fernverkehr. Für eine Agglomeration von fast 50’000 Einwohnern und einer beliebten Ferien- und Tourismusdestination kann das ja kaum eine tragbare Lösung sein, oder? Da wäre mir lieber eine halbe Stunde länger fahren, dafür mehr Verbindungen. Zudem ist der Velotransport gemäss diesem Fahrplanentwurf ein grosses Problem, sind doch dort alle Züge durch den Basistunnel mit Reservationspflicht vermerkt, selbst ICs. Das kann ja wohl kaum definitiv so sein. Was ist da vorgesehen? Immer mehr Mountainbiker aber auch Rennradfahrer und entdecken das Tessin, da kann die SBB wohl kaum das schon heute eher spärliche Transportkapazität noch mehr verschlechtern.

        1. Hallo Daniel,
          Ich bin für die Längerfahrzeit für ins Tessin dafür ist es schade um Locarno. Aber was kann man dagegen machen.

          1. Mir ist es ein Rätsel, wieso man nicht den heutigen IR Basel-Locarno beibehalten kann. Der ist ja keinem anderen Zug im Weg, denn durch den Basistunnel verkehren kaum mehr Züge als die heutigen ICN und EC. Da der IR komplett wegfällt ist dies eine drastische Verschlechterung. Dass eine ganze Agglomeration plötzlich nur noch per S-Bahn erreichbar ist, gibt es sonst nirgends in der Schweiz – selbt La Chaux-de-Fonds wird ab Dezember wesentlich besser erschlossen sein als Locarno.

  11. Was ich zu neuen Neat Basistunnel halte: Ich finde die SBB ist auf dem besten weg Schweizer Geschichte zu zerstören. Ich finde es gut das man jetzt schneller in den Sünden kann aber ich fahr lieber 30 Minuten mehr und habe dafür einen Wunderschönen ausblick. Ich finde die SBB könnte jetzt den Tunnel und die Bergstrecke auslasten. Ich finde ehrlich gesagt ein witz wenn Flirt zum einsatzt auf die Bergstrecke kommen. Das passt ins Bild der Bergstrecke nicht rein. Ich denke man könnte doch die bestehenden IR Basel-Locarno beibehalten. Die Meschen wo schneller ins Tessin wollel gehen durch den Basistunnel und die Touristen die über die Bergstrecke gehen wollek können mit dem bestehen IR übder den Gotthard. Ich fände das eine gute Mischung für jeden Tourist.

  12. An die Planer, welche die FLIRT über die Bergstrecke einsetzen wollen:
    Finden Sie es komfortabel in einem S-Bahnfahrzeug, welches das Minimum an Fahrkomfort betreffend Polsterung der Sitze und Beinfreiheit bietet, 1.5 – 2 Stunden in diesem zu Sitzen?
    Ich jedenfalls nicht.

    Gruss Silvan

    1. Als 1.-Klass-GA-Benutzer bin ich ein überzeugter Fan der heutigen Lösung mit den IR Zügen. Ich finde die Idee von Markus Leutwyler vom 6.6.16 hervorragend. Warum versucht die SBB dies nicht einfach einmal, anstatt sich auf theoretische Prognosen abzustützen. Bei den BLS hat dieses System bestens funktioniert. Bei verschiedenen Zügen muss man heute bereits froh sein, einen Sitzplatz zu erhalten. Zudem wäre eine reduzierte Möglichkeit, Getränke und Snacks zu erhalten, wünschenswert. Die Idee des“Gotthardexpress“ liesse sich problemlos in diese Lösung einbauen. Ich wünsche den SBB den Mut zu einer originellen Lösung, anstatt nur auf die Rendite bedacht zu sein.

  13. Ich finde es sehr schade dass die Bahnhöfe auf der Nordseite wieder vergessen werden. Denn zwischen Erstfeld und Göschenen gibt es weitere 3 Stationen.
    1. Amsteg-Silenen
    2. Gurtnellen
    3. Wassen.

      1. Herr Schwarz, für einen Zug bringt 100 mal mehr Leute als der Bus nichts gegen diese Buslinie aber der Braucht 5x mal Länger bis Göschenen als ein Zug für 3 Halt ist das ein kleinikeit. klar es hat vor und Nachteil aber was bringt es ein Bus der um xx:28 und xx:48 und dan ist es Fertig dan wartet man eine Stunde bis der Nächste Bus kommt. Da Jammert jeder.

  14. Das Angebot ist katastrophal!!! Umsteigerei, gravierende Kapazitätsprobleme Tilo (Personen und Velo), Benachteiligung Räume Bern/Luzern/Locarno, usw. Echte Fachleute in der SBB bestätigen das… Hoffentlich geht die Konzession für die Bergstrecke auch an die viel clevere und qualitativ bessere Konkurrenz über.

    1. Ja das ist leider so was ich auch Frechheit finden das die IR von Luzern/Zürich Nach Locarno oder umgekehrt nicht mehr direkt fahren. Diese Züge können auch gut wider über den Bergfahren aber dafür hält länger

  15. Weiss man nun bereits etwas mehr, wie es mit Locarno weitergeht. Die Stadt mit der immerhin zweitgrössten Agglomeration des Tessins verliert ja gemäss Fahrplanentwurf den gesamten Fernverkehr. Momentan verkehren zwischen Bellinzona und Locarno pro Stunde zwei S-Bahnen und ein Interregio. Künftig werden nur noch die zwei S-Bahnen verbleiben. Wieso dieser Abstrich? Wenn wenigstens der RE der Bergstrecke bis Locarno fahren würde…

    1. Oder der wen man den Willhelm Tell Express von Zürich/Luzern Nach Locarno via Bergstrecke so wie jetzt und der Rest Personenverkehr unten durch also hat man beides entweder 30 min Länger oder eben 30min Kürzer.

    2. Danke für die Frage. Die S20 von TILO wird weiterhin halbstündlich verkehren. Alle IC- und EC-Züge durch den GBT haben in Bellinzona Anschluss von/nach Locarno. Die Reisezeit Locarno–Zürich wird sich gegenüber heute um 30 Minuten reduzieren*. Locarno profitiert somit ebenfalls erheblich von den NEAT-Investitionen. (* Quelle: Fahrzeitenrechner Gotthard)

      1. Aber wieso kann man den Willhelm Tell Express eben nicht Verlängern bis Locarno? Das immer noch einen IR in Locarno ist.

        1. Der Grund liegt in der eingeschränkten Kapazität der Strecke Bellinzona–Locarno (Einspurstrecke, Baustelle Bellinzona–Giubiasco). Würde der Gotthard Panorama Express (neuer Name für den Wilhelm Tell Express) bis Locarno geführt werden, hätte die S-Bahn in dieser Zeit keinen Platz mehr. Diese Angebotsverschlechterung würde von den Reisenden im Tessiner S-Bahn-Verkehr wie auch vom Kanton Tessin verständlicherweise nicht akzeptiert. Das Bundesamt für Verkehr (BAV), TILO, der Kanton Tessin und die SBB haben sich geeinigt, dass Locarno nicht mehr mit Fernverkehrszügen, sondern ausschliesslich mit S-Bahnen bedient wird.

          1. Wieso sollte die S-Bahn keinen Platz mehr haben, wenn sie es heute neben dem stündlich verkehrenden IR hat? Ich kann diesem Argument nicht folgen. Fakt ist, dass heute pro Stunde und Richtung drei Züge fahren (2 x S-Bahn und 1 x IR), und es in Zukunft nur noch zwei (2 x S-Bahn) sein werden.

          2. Der Grund liegt wie bereits erwähnt in den eingeschränkten Trassenmöglichkeiten zwischen Bellinzona und Locarno, welche insbesondere durch die Baustelle Bellinzona–Giubiasco beeinflusst werden.

      2. Trotzdem entfällt jeder dritte Zug in Locarno. Betreffend Kapazität (vor allem Velo/MTB wird dies zu enormen Engpässen führen)

  16. Die SBB operieren zwecks Gewinnoptimierung nur noch im Mainstream, wofür ich etwas Verständnis aufbringen kann. Jedoch wird es für Velofahrende immer schwieriger, per Bahn zu reisen. Teils wegen ungenügenden Kapazitäten (ICN), Reservationen (ICN) nur an bedienten Bahnhöfen oder mit Smartphone möglich (also z.B. nicht in Göschenen, Schwyz usw.) oder gar kein Veloselbstverlad (z.B. S-Bahn 25 Zürich-Glarus, Domodossola-Locarno) u.ä. Wer aus Biel in die Region Alpen/Gotthard/Tessin/Innerschweiz möchte oder dort eine mehrtägige Rundfahrt machen will, muss alles minutiös planen, v.a. den finalen Rückweg. Es gibt keinen Spielraum für Zugsverspätungen, starke Wettereinbrüche, Spontanität, Umwege usw. Aber auch ohne Velo ist der Raum Locarno dann eher schwieriger zu erreichen.

    Meine Bemerkungen an den Kundendienst der SBB wurden mit wenig Interesse und ohne wirklich darauf einzugehen mit Lapidaritäten repliziert. Das war nicht hilfreich und ist schade, denn Ich möchte Bahn fahren, nicht aufs Auto umsteigen, mit Handy, nicht mit Smartphone. Sind meine Bedürfnisse wirklich derart einzigartig? Oder ist die saisonale/temporäre Auslastung durch Velofahrende generell doch vernachlässigbar?

    1. Genau so geht es mir auch. Danke Thierry Dasen, dass sich endlich auch jemand anderes mit dem selben Anliegen meldet. Ich werde diesen Herbst noch mehrmals Velotouren im Tessin unternehmen, denn wer weiss, vielleicht ist es die letzte Saison, wo dies so ohne weiteres möglich ist. Gestern war ich wieder in unserem Südkanton und ich zählte im IR via Göschenen nicht weniger als 14 Velos. Das sind mehr als die vorhandenen Stellplätze und das an einem Mittwoch. Im Fahrplanentwurf gibt es nur noch Züge mit Resevationspflicht, selbst die normalen ICs. Ist dies wirklich eurer Ernst, liebe SBB? Geht ihr wirklich so mit steigenden Bedürfnissen um, indem dass ihr sie einfach nach oben beschränkt? Ich hoffe endlich mal auf eine vernünftige Stellungnahme von Seiten der SBB und auf eine Strategie betreffend der zunehmenden Nachfrage in Sachen Veloverlad.

  17. Ich bin GAR nicht zufrieden über Bahnlärmschutz. Man kann zum Teil keine Aussicht. Schade. Z.B. Bei Lamone Casa posto 28x und 28y gibt keine Aussicht, schade. Immer mehr die Nummer von Wärterhäuser auslöschen, warum? Nummer sind wichtiger als Lärmschutz. Am schönsten in Biasca casa Posto 26a (120) sehr wertvoll nach Bautyp (darf NICHT abreissen!) und bei Claro 26o (133) und 26p / 134 (leider Nummer ausgelöscht). Ich schaue immer casa posto Nummern Immensee – Chiasso. Ich freue mich gar nicht über neue Tunnel, zu schnell und lärmig, evtl. gefährlich. Besser Gotthardpanorama mit Kirche Wassen und Chiggiogna zur Aussicht. Wo ist alte Haltestelle Pollegio (25ks) Standort???
    Schade keine Spur mehr. Zwischen Biasca und Locarno sind am schönsten Posto 26a-26v und 27a-27w Bautyp. Man soll nicht Umbauänderung.

  18. Gotthard Bergstrecke,
    Bestehen Überlegungen auch den Bahnhof Wassen wieder in Betrieb zu nehmen? Das würde m.E. in das touristische Konzept passen.

  19. Hallo SBB Leute

    Die alte Berg Strecke soll für Notfälle offen bleiben nicht zurück bauen werden. Ich würde ein Zug von Zürich bis Bellizona fahren. Ich würde lieber Kirchliche von Wassen sehe als der loch. Ich habe eine Idee warum fahren am Abend und Morgen Züge durch Tunnel fahren und 3x Züge alte Bergstrecke fahren.

  20. Als langjähriger Lokführer finde ich schade das der Zug von Zürich HB—Locarno und zurück mit Halt in Arth Goldau zum umsteigen:nach Luzern. nicht mehr verkehrt ,könnte auch nur Samstag und Sonntag verkehren ?

    1. Das ist das was ich auch schon geschrieben habe. Ich bin Errlich ich fahre und Fotografiere gerne Züge, aber seit Fahrplan 2016 finde ich die Verbinndung Zürich/Luzern ins Tessin gut via Bassistunnel aber ich finde das man troz einen Intereegio via Bergstrecke Nach Locarno und so wieder zurück. Ich hörte nach dem Fahrplanwächsel einiges und das Negative ist eben das keine Direkte Züge von Zürich/Luzern Nach Locarno oder umgekehrt Fahren. So wie das ETCS Level 2 für die Historischefahrzeuge. Ich Dänke es brucht beide Verbinndung wen das die SBB für die Nächste Fahrplanplanung wider machen so könnten sie wider Punkten und so wie mit Halt auch auf der Nordseite wie Wassen oder Amsteg das ist mit dem Bus sehr müssam.

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