Mundart-Rap aus dem Speisewagen.

Die Berner Mundart-Rapper Lo & Leduc haben mit ihrem ersten Album «Zucker fürs Volk» die Charts gestürmt. Sie texten ihre Songs gerne im Speisewagen. Uns haben die Musiker verraten, wie es dazu kam und auf welchen Strecken sie anzutreffen sind.

Ausflüge mit dem Zug inspirierten schon den Liedermacher Mani Matter. Auch der aufstrebenden Berner Band Lo & Leduc kommen viele ihrer Einfälle im Zug: Etwa wenn sie von ihrer Heimatstadt nach Zürich pendeln, wo sie ihre Songs aufnehmen.

Wenn Lorenz «Lo» Häberli und Luc «Leduc» Oggier im Zug unterwegs sind, nehmen sie am liebsten im Bordrestaurant Platz: «Der Speisewagen ist für uns wie ein kleines Büro mit Catering-Service und schöner Aussicht – ideal zum Schreiben.»

Dass der Trip auf Schienen auf die beiden inspirierend wirkt, zeigt ihre Single «All die Büecher». Den Song schrieben sie im InterCity: «Wir waren gerade im Zug von Zürich nach Bern, als uns der Geistesblitz kam. So texteten wir kurzerhand stehend im vollbesetzten Wagen weiter.» Seither feilt das Duo immer wieder unterwegs im Zug an seinen Liedern.

Zugfahren bedeutet für die Künstler aber nicht nur Songs zu dichten, sondern auch Pause zu machen. Dies gelingt dem Duo bestens bei guten Gesprächen bei einem kühlen Blonden im Speisewagen. Oder wenn sie einfach vor sich her träumen und die vorbeiziehende Landschaft betrachten: «Zu unseren Lieblingsstrecken gehört auf jeden Fall das Juragebiet. Hier kann man sich in der Landschaft verlieren.»

Lo & Leduc haben am 3. Februar 2017 ihre neue Single «Mis Huus dis Huus» herausgebracht und proben derzeit intensiv an ihren Auftritten. Denn im April geht es auf Konzerttour. Falls du die beiden mal live erleben möchtest – in Bern, Zürich und Luzern gibt es noch einige Tickets. Und mit etwas Glück triffst du sie vielleicht sogar mal im IC zwischen Zürich und Bern an.

 

Lo und Leduc an der Virus Rail Session:

4 Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.