#meinzug: Lokführerinnen und Lokführer zeigen ihr Gesicht.

Steivan Steiner arbeitet seit dem Jahr 2008 als Lokführer bei der SBB. Sein aktueller Arbeitsort ist das Depot Zug. Dabei bedient er vor allen die Linien der Zentralschweiz, fährt aber auch nach Basel, Ziegelbrücke und Winterthur. Steivan hat auf Facebook und Instagram eine Aktion gestartet. Lokführerinnen und Lokführer sollen ein Selfie schiessen und mit dem Hashtag #meinzug versehen.

Steivan, was ist das Ziel der Aktion?
Mein Ziel dieser Aktion ist es, den Pendlern und Zugfans zu zeigen, wer die Züge fährt und das Klischee vom älteren grummligen einsamen Herrn aus der Welt schaffen. Denn immer mehr junge Leute aus vielen unterschiedlichen Berufsgruppen wählen den Beruf des Lokführers oder der Lokführerin.

Wann und wieso ist dir die Idee gekommen?
Am 4. November dieses Jahres, als ich den Interregio Luzern–Zürich fuhr und ich bei der Einfahrt viele Leute auf dem Perron gesehen habe, die probiert haben, vorne reinzuschauen. Auch von Freunden und Bekannten habe ich schon oft gehört, dass es sie wunder nehme, wer denn so «ihren Zug» fahre.

Wie konntest du Kolleginnen und Kollegen motivieren, mitzumachen?
Das hat sich so aus einem Jux ergeben. Ich habe mich vor meinem Zug fotografiert und das Bild auf Facebook gestellt. Danach wurde es schnell ein Selbstläufer, viele Freunde posteten ihre Bilder in mein Profil und schrieben viele gute Kommentare. So wurde der Hashtag #meinzug in die Lokführerwelt getragen.

Die Aktion wurde auf der Facebook-Seite der SBB erwähnt und hat sehr viel positives Echo ausgelöst. Hat dich das überrascht?
Ja sehr! Zuerst hat es mich überrascht, dass die SBB dies überhaupt geteilt hatte. Danach hatte ich mich sehr darüber gefreut, dass es anscheinend eine Aktion ist, die von vielen geschätzt wird. Auch die vielen positiven Kommentare wie «Danke, Ihr macht einen guten Job» haben mich sehr stolz gemacht. In letzte Zeit gab es ja viele negative Schlagzeilen und Kommentare über Verspätungen und Störungen.

Denkst du, dass die Aktion #meinzug etwas verändert? Welche Wirkung würdest du dir wünschen?
Verändern kann ich nicht sagen, aber eventuell gibt es ein Verständnis dafür, dass wir auch nur Menschen sind, die Ihren Job machen. Wir fahren viele Leute von A nach B, haben eine grosse Verantwortung, und wir machen dies mit grossem Ehrgeiz und grosser Motivation. Als Wirkung würde ich mir wünschen, dass einen nicht so viele böse Gesichter am Perron anschauen, wenn man mit dem Zug verspätet einfährt.

Was fasziniert dich am Lokführerberuf?
Das Faszinierende an diesem Beruf sind die Technik, die Maschinen – und diese grosse Verantwortung zu tragen. Jeden Tag am Geschehen dabei zu sein und das Wissen, die Leute sicher von A nach B gefahren zu haben. Die Jahreszeiten und Landschaften so deutlich mitzubekommen und auch zu spüren. Für mich nach wie vor ein Traumberuf.

Du warst früher Koch. Gibt es Parallelen zum Lokführerberuf?
Ausser den Arbeitszeiten gibt es nicht so viele Parallelen. Die Kreativität, die ich früher beim Kochen hatte, hole ich mir in meiner Freizeit. Ich geniesse an der Arbeit bei der Bahn vor allem, dass es geregelter und weniger von Stress geprägt ist. Ich geniesse es, nach Hause zu gehen und dann für meine Familie zu kochen. Es ist mein optimaler Ausgleich.

Danke, Steivan, für Deine Auskünfte!

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Um auf die Bilder zugreifen zu können, benötigst du einen Account bei Facebook oder Instagram. Gib dort in der Suchzeile den Hashtag #meinzug ein. Die Anzahl der Bilder, die du siehst, hängt von den Privatsphäre-Einstellungen ab, die beim Veröffentlichen der Bilder eingestellt wurden.

 

Übernimm auch du die Spitze des Zuges.

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Ein Kommentar zu “#meinzug: Lokführerinnen und Lokführer zeigen ihr Gesicht.

  1. Daumen hoch; ihr habt den geilsten Job der Welt den ich leider nur auf H0 habe! Ansonsten fahren wir fast so schnell wie ihr in silber auf unserer Bahn :-)
    Viele Grüße von der Autobahnpolizei aus NRW

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