Praxiserfahrung und Theorie kombinieren: Das praxisintegrierte Bachelorstudium.

Das praxisintegrierte Bachelorstudium, kurz PiBS, ermöglicht es, direkt nach der gymnasialen Matura mit dem Fachhochschulstudium zu beginnen. Die Studierenden absolvieren ein vierjähriges Bachelorstudium und sammeln parallel dazu praktische Erfahrung in einem Unternehmen – abgestimmt auf die Studieninhalte. 

Ximena Florez und Alessandro Bitterli studieren an der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) Verkehrssysteme, Jean-Marc Mörgeli studiert Maschinentechnik. Alle drei haben sich für ein praxisintegriertes Bachelorstudium in Verbindung mit einem Praktikumsplatz bei der SBB entschieden.

Nachdem sie den Bewerbungsprozess bei der SBB gemeistert hatten, konnten sie im September 2015 ihr Studium an der ZHAW aufnehmen. SBB Luft schnuppern konnten sie in einem ersten sechswöchigen Praktikum im Jahr 2016. Im Sommer 2017 werden sie ihr zweites Praktikum bei der SBB beginnen.

Wir habe die drei Studierenden zum Interview getroffen und sie zum Thema praxisintegriertes Bachelorstudium an der ZHAW befragt.

Warum habt ihr euch für das praxisintegrierte Bachelorstudium entschieden?

Ximena: Es ist sehr schwierig, ohne Berufserfahrung eine gute Praktikumsstelle zu finden. Das PiBS ermöglichte mir, ohne vorangehendes Praktikum direkt mit dem Studium anzufangen. Am wichtigsten ist mir aber, dass ich auf diesem Bildungsweg optimal von Studium und Praktikum profitieren kann.
Alessandro: Da ich die gymnasiale Maturität absolvierte, war es mir nicht möglich, direkt das Studium Verkehrssysteme an der ZHAW zu beginnen. Von der ZHAW habe ich dann vom praxisintegrierten Studium erfahren. Ich habe mich für die Praktikumsstelle beworben und die SBB von mir überzeugen können.
Jean-Marc: Nach meinen zwei Jahren an der ETH ist mir klar geworden, dass ein rein theoretisches Studium nicht meinen Vorstellungen entspricht. Dank der Möglichkeit, während des Studiums zu arbeiten und das Erlernte in die Praxis umzusetzen, ist das PiBS eine gute Alternative zum «normalen» Studium.

Was sind die Vorteile eines PiBS im Vergleich zu einem anderen Studium?

Ximena: Ich kann erworbenes Wissen in konkreten Praxisaufgaben direkt anwenden. Umgekehrt kann ich im Studium von der Praxiserfahrung profitieren, Zusammenhänge besser verstehen und Beispiele nennen. Ausserdem sind die Studierenden nach Abschluss des Studiums ideale Berufsanfänger für das Unternehmen. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zusammenarbeit ist gross.
Alessandro: Der grösste Vorteil des PiBS ist, dass man bereits während der Studienzeit Arbeitserfahrung und Kontakte sammelt. Nach Abschluss des Studiums kann man damit auf dem Arbeitsmarkt punkten.
Jean-Marc: Obwohl sich die Studienzeit um ein Jahr verlängert, überwiegen die Vorteile des PiBS. Während des Studiums Arbeitserfahrung zu sammeln ist sehr wertvoll für die Zukunft. Ausserdem vereinfacht es den Einstieg ins spätere Berufsleben und hilft meiner Meinung nach auch, nach dem Studium eine Stelle zu finden.

Warum habt ihr die SBB als Praxispartner gewählt?

Ximena: Das gute Image der SBB war ein wichtiger Punkt für mich. Zudem ist die SBB ein sehr vielfältiges Unternehmen. Sie beschäftigt nicht nur Lokführer und Planer, sondern hat auch eine grosse IT-Abteilung und besitzt zum Beispiel mehrere eigene Kraftwerke. Ich reise gerne mit dem öV und schätze, dass sich die SBB stetig weiterentwickelt. Zu dieser Entwicklung möchtet ich einen Beitrag leisten.
Alessandro: Der öffentliche Verkehr in der Schweiz hat mich schon immer fasziniert, speziell die SBB. Ich habe meine Maturaarbeit über die Netzplanung im öV geschrieben. Die SBB ist zudem schweizweit vernetzt und bietet abwechslungsreiche Stellen. Mein Praktikum in der Zugbereitstellung des SBB Operating, ermöglicht mir, den Betrieb der Bahn hautnah zu erleben.
Jean-Marc: Die SBB ist ein national wie auch international renommierter Betrieb. Die Ausbildung ist sehr breit gefächert und bietet somit optimale Voraussetzungen fürs spätere Berufsleben. Da die SBB in der ganzen Schweiz tätig ist, kann ich mir ein gutes Netzwerk aufbauen, was später ebenfalls nur von Vorteil ist.

Ximena Florez
Alter: 24 Jahre
Studiengang an der ZHAW: Verkehrssysteme
Vertiefung Matura: Physik und Anwendungen der Mathematik
Ziel: Viel aus Studium und dem Praktikum bei der SBB lernen, um einen guten Einstieg in meine erste Stelle als Verkehrsingenieurin zu erleben.
Hobbys: Tanzen, Musik machen und freiwillige Feuerwehr

Alessandro Bitterli
Alessandro Bitterli - VerkehrssystemeAlter: 22 Jahre
Studiengang an der ZHAW: Verkehrssysteme
Vertiefung Matura: Wirtschaft & Recht (deutsch-englisch)
Ziel: Führungsposition im öffentlichen Verkehr oder in der Logistik
Hobbys: Lesen, Schwimmen, Fitness

Jean-Marc Mörgeli
Jean Marc MörgeliAlter: 23 Jahre
Studiengang an der ZHAW: Maschinentechnik
Vertiefung Matura: Neusprachliches Profil Englisch/Italienisch mit Schwerpunkt Englisch
Ziel: Neue Leute kennen lernen, Beziehungen knüpfen für spätere Jobs, Berufserfahrung sammeln, Neues lernen
Hobbys: Fussball, Golf, Ausgehen

 

Haben wir dich neugierig gemacht? Weitere Informationen zum Praxisintegrierten Bachelorstudium an der ZHAW findest du hier.

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