SBB Green Class: Ans Geburtstagsfest mit dem futuristischen BMW i3.

Wie sich ältere Semester wohl die Mobilität der Zukunft vorstellen? Vor kurzem konnte ich mich mit meiner Grossmutter zum Thema unterhalten, als sie uns im BMW i3 Elektroauto an ein Familienfest begleitete.

In meiner Verwandtschaft hagelt es im Dezember nur so von Geburtstagen. Kaum ist einer vorbei, steht auch schon der nächste an. Dieses Jahr haben wir uns deshalb entschieden, die Geburtstagsfeste für Vater und Sohn an einem einzigen Sonntag zu feiern. Auf dem Weg zu den Eltern machen wir aber zuerst einen kleinen Abstecher, um meine Grossmutter abzuholen.

Die 84-jährige Seniorin wohnt in einer kleinen Ortschaft im Kanton Thurgau. Zu umständlich wäre für sie die Fahrt ins Zürcher Oberland mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewesen. Laut SBB Mobile  hätte die Reise glatte zwei Stunden gedauert – mit viermaligem Umsteigen. Via Strasse hingegen dauert die Fahrt gerade einmal 40 Minuten. Eine perfekte Gelegenheit also, meinem Grosi einen Gefallen zu tun und gleichzeitig das Elektroauto zu testen.

Mit Wasserstoff oder Elektroantrieb?

Beim Verlassen des Dorfs kriegt der BMW i3 den einen oder anderen gewundrigen Blick. Grosi winkt beim Vorbeifahren einer Freundin zu und interessiert sich für meine Erklärung, wie denn nun dieses futuristische Auto angetrieben werde. «Meinst du etwa mit Wasserstoff?», fragt sie. In einer Fernsehsendung sei von dieser Technologie die Rede gewesen.

Auch von Elektrofahrzeugen hat sie schon gehört, und wir kommen auf das Dilemma von so mancher neuen Technologie zu sprechen: Bevor die Privatwirtschaft in neue Infrastrukturen investiert, muss zuerst die Adaption einer Technologie durch eine grössere Gruppe Interessierter stattfinden. Zum Glück gibt es in der Schweiz mittlerweile eine Vielzahl an öffentlich zugänglichen Stromtankstellen – der Flotte von SBB Green Class steht also nichts mehr im Weg.

Schlaue Köpfe.

Vom Thurgau machen wir uns auf in Richtung Turbenthal, dann Hittnau, und schliesslich über die Hügel nach Wetzikon. Der Fahrkomfort sei nicht zu vergleichen mit einem Benziner – es fühle sich an wie fliegen, staunt meine Grossmutter. Unterwegs können wir unser Glück kaum fassen, denn an diesem Föhntag erscheinen die Alpen näher denn je. Die beste Aussicht bietet sich meiner Grossmutter auf dem Beifahrersitz: Vom Glärnisch bis zum Pilatus zeigt sich die Bergwelt von ihrer besten Seite.

Während der Talfahrt signalisiert das Fahrzeugcockpit, dass sich die Batterie allmählich wieder auflädt. Entsprechend gewinnen wir zwei Kilometer an Reichweite, was meine Grossmutter kurz und bündig zusammenfasst: «Für so etwas braucht es schlaue Köpfe.»

Es hat Spass gemacht, dieses zukunftsträchtige Forschungsprojekt mit einer älteren Generation zu teilen. Ich bin erstaunt, dass sich meine Grossmutter mit dem Thema Mobilität (noch) auseinandersetzt. Unterwegs bedenkt sie beispielsweise, ob es denn in Zukunft Sinn mache, dass jeder Haushalt ein eigenes Auto mit Parkplatz habe. Der Platz werde ja schliesslich immer knapper.

Eventuell ein Denkanstoss für SBB Green Class 2.0?

Die SBB in Kollaboration mit BMW lässt 100 ausgewählte Mobilitäts-Pioniere das Mobilitäts-Kombiangebot «SBB Green Class» ein Jahr lang testen: Vollelektrischer BMW i3 mit 1.-Klass-GA, Mobility Carsharing und Publibike auf dem SwissPass. Jetzt mehr über das Projekt erfahren.

2 Kommentare zu “SBB Green Class: Ans Geburtstagsfest mit dem futuristischen BMW i3.

  1. Hallo und Bravo!
    Aber… Warum die Grossmutter falsch informieren? Das ist reale Gegenwart, nicht Zukunft, kein futuristisches Auto, ich sehe täglich i3 auf der Strasse aus meinem 16jährigen (!) original EV (RenaultKangooElectricité) welches mich, kräftig rekuperierend, und dank PV-Strom (fast) Co2 neutral, durch die schöne TG-Landschaft kutschiert.

  2. Es ist völliger Unfug, wenn man da die alten Leute danach fragt, wie sie sich die Mobilität der Zukunft vorstellen.

    Denen ihre Vorstellungen basieren auf dem Erlebten.

    Wir müsen aber neue Systeme entwickeln.

    Das Einzige, was in diese neuen Systeme einfliessen kann, sind die Probleme und Vorteile, die die alten Leute, früher, mit den damals verwendeten Systemen hatten. Aber die Mobilitätssysteme der Zukunft, müssen fast völlig neu erdacht werden.

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