SBB Green Class: Wie meine Reise nach Solothurn zum ultimativen Nummernspiel wurde.

Das Schweizerische Mittelland liegt an diesem Samstag im Spätherbst unter einer grauen Nebeldecke. Für mich gibt es nur eines: Der Sonne entgegen fahren.

Gleichzeitig will ich unterwegs die neue Tracker-App auf Herz und Nieren testen. Denn genau diese App wird die Mobilitätspioniere von SBB Green Class während dem Forschungsprojekt täglich begleiten – wortwörtlich.

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Während des heutigen Ausflugs wird mein CO2-Ausstoss akribisch gemessen und in der App hinterlegt. Aber auch andere Zahlen werden unweigerlich eine Rolle spielen, denn die Reise führt in die Stadt Solothurn am Fusse des Jura. Ich wage einmal zu behaupten, dass höchstens elf Prozent der Schweizer vom speziellen Verhältnis der Solothurner zur Zahl «11» wissen. So gibt es in der Stadt unter anderem elf Brunnen, elf Kirchen, elf Museen und sogar ein «Öufi»-Bier!

Das Nummernspiel fängt schon am Zürcher Hauptbahnhof an: Dort steige ich in einen Wagen der 1. Klasse, denn inbegriffen im SBB Green Class-Kombi ist ja ein attraktives 1.-Klass-GA für unlimitierte Bahnfahrten in der ganzen Schweiz.

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Nach einer Stunde fährt der ICN im Solothurner Bahnhof ein. Die fein herausgeputzte Altstadt zeigt sich von ihrer besten Seite, und im Innern der ehemaligen Römersiedlung findet der samstägliche Markt statt.

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Mein erstes Ziel ist der höchste Aussichtspunkt, der Glockenturm der St. Ursenkathedrale. Das Zählen der Treppentritte habe ich übrigens aufgegeben. (Es würde mich aber nicht erstaunen, wenn die Anzahl Tritte ein Vielfaches von Elf wäre. Denn so ziemlich alle anderen Merkmale der Kathedrale haben mit der Solothurner Zahl zu tun.)

Die Sicht von oben ist schlicht umwerfend! Und mit etwas Fantasie erinnert mich der Ausblick an den Duomo in Florenz…

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Auf dem Marktplatz kann ich dem Duft von frisch gerösteten Marroni nicht wiederstehen. Danach spaziere ich voller Entdeckungslust durch die malerischen Gassen. Übrigens wird die Mobilitäts-App auch sämtliche Wege zu Fuss oder mit dem Velo aufzeichnen. Denn nur so können die mit der Fortbewegung in Verbindung stehenden CO2-Emissionen gesamtheitlich berechnet werden.

Die Tagesbilanz in der App zeigt, dass ich für die Bahnreise von Zürich nach Solothurn und retour insgesamt 8.0 kg CO2-Emissionen generiert habe. Wäre ich in einem Personenwagen mit Benzinmotor angereist, hätte ich in etwa ein Dreifaches an Energie verpufft.

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Ich bin jetzt schon überzeugt, dass dieses Forschungsprojekt ein spannendes Nummernspiel wird: «Wie komme ich möglichst effizient von A nach B…?»

 

Die SBB in Kollaboration mit BMW lässt 100 ausgewählte Mobilitäts-Pioniere das Mobilitäts-Kombiangebot «SBB Green Class» ein Jahr lang testen: Vollelektrischer BMW i3 mit 1.-Klass-GA, Mobility Carsharing und Publibike auf dem SwissPass. Jetzt mehr über das Projekt erfahren.

2 Kommentare zu “SBB Green Class: Wie meine Reise nach Solothurn zum ultimativen Nummernspiel wurde.

  1. Danke, Dimitri, für den interessanten Einblick. Spannend wird es zu sehen, wie sich das Mobilitäts-Verhalten über die Zeit verändert – und ob der individuelle CO2 Footprint über die Zeit sinkt. Schön wäre, wenn die App hierbei auch berücksichtigt, wenn ein Elektromobil mit Strom aus erneuerbaren Quellen geladen wird. Meine Gemeinde bezieht z.B. 98% „Öko-Strom“ aus Wasser, Wind und Solar.

  2. Die Mobilität von morgen beginnt mit einem Stromausfall.

    Die Küche sei schuld beruhigt der Projektleiter von SBB Green Class die rund 50 anwesenden Mobilitätspionierinnen und Pioniere (wie da wohl die gendergerechte Form heisst?). Die Küche, dass ich nicht lache! Waren es wohl die Grünen oder die Atomkraftbefürworter die da ein Zeichen setzen wollten? Lassen wir das, denn schon nach wenigen Minuten war der green Power der SBB wieder online. Wir, die Auserwählten aus über 2000 Bewerberinnen und Bewerber, wir die Pionierinnen und Pioniere der Mobilität von morgen, wir sind stolz! Wir sind nicht alles die Superreichen, wie die Presse der SBB unterstellt, nein wir sind auch Kleinunternehmer die an eine saubere Zukunft glauben. Die SBB gab uns das Gefühl, dass wir stolz sein dürfen, und das bin ich auch! Ich freue mich im 1. Klasspanoramawagen in den Tessin zu fahren, Bilder zu bearbeiten, ich bin nämlich Fotograf, auf der Piazza einen Kaffee zu trinken und wieder arbeitenderweise nach Hause zu fahren. Die Daheimgebliebenen mit Fotos und meinen Texten gluschtig zu machen auf eine mobile und saubere Zukunft!

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